Mitochondropathie

Dieser Begriff  bezeichnet eine Schädigung der Mitochondrien in der Zelle. 

Herrschte vor einigen Jahren noch die wissenschaftliche Meinung, dass es sich dabei um seltene Erbkrankheiten handelt, wächst zunehmend die Erkenntnis, dass viele Stoffwechselstörungen auf eine Mutation im mitochondralen Genom, bzw. auf Störungen in der mitochondr. Energiegewinnung zurückzuführen sind. 

Das Mitochondrium ist ein subzelluläres Zellorganell mit einem eigenen Genom in Form einer ringförmigen DNA. Es ist das Kraftwerk der Zelle.

Dort werden pro Tag ca. 60-70 kg ATP ( ATP ist die Substanz, aus der die Zelle ihre Energie gewinnt) produziert.

Die Zellen enthalten Hunderte bis Tausende Mitochondrien, je nachdem, wie hoch ihr Energiebedarf ist. Logischerweise haben Zellen, die viel Energie verbrauchen, auch viele Mitochondrien, z.Bsp. die Retina ( Netzhaut), Nervenzellen, Muskelzellen, bes. der Herzmuskel, Sinnesorgane und die hormonproduzierenden Organe. 

Außerdem sind die Mitochondrien für die Bildung von wichtigen Stoffwechsel-produkten zuständig. 

Erfolgt eine Schädigung , so äußert sich dies durch eine verminderte Energie-produktion  und eine reduzierte Stoffwechselleistung. 

Die Ursachen sind vielfältig.

Die Belastung mit freien Sauerstoffradikalen (oxidativer Stress), bzw. mit Stickoxid ( Nitrostress) spielt sicher eine zentrale Rolle, aber auch Umweltgifte und chron. Infektionen haben ein großes Schädigungspotential. 

Als gesicherte Auslöser sind außerdem psychischer Stress und Instabilitäten der HWS bekannt. Auch Medikamente spielen eine große Rolle. 

Die klinische Symptomatik tritt je nach Auslöser und genetischer Disposition unterschiedlich auf, was die diagnostische Einordnung bisher  sehr erschwerte. 

Typische Erkrankungen, die mit einer Mitochondropathie in Verbindung gebracht werden, sind :  ADHS, Arteriosklerose, Depressionen, chron. Abwehrschwäche, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen, altersabhängige Maculadegeneration, Neurodermitis, Schilddrüsenerkrankungen, chron. Müdigkeitssyndrom, MCS ( mult. Chem. Sensitivity) sowie Störungen des Hormonhaushaltes u.v.m. 

Eine erfolgreiche Therapie kann nur multikausal erfolgen. Dabei werden Infektreste über die EAV getestet und therapiert. Antioxidantien in Form von Vitaminen, Vitaminoiden und Spurenelementen zugeführt, belastende Faktoren wie z. B. Störfelder und Narben behandelt, Zahnherde saniert und nicht zuletzt muss meist auch auf seelischer Ebene einiges ins Reine gebracht werden. 

So ergibt sich für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept. 

Da es sich in allen Fällen um ein seit längerem bestehendes chronisches Geschehen handelt, ist in der Regel eine  Therapiedauer von Wochen bis Monate notwendig.